Vorsichtig schreiben und senden

Was der Vorsichtsmodus an deinen E-Mails ändert, was er dir abnimmt und was er ausdrücklich nicht leistet.

Im Absender-Profil gibt es den Schalter Vorsichtig schreiben und senden. Ist er an, hält Onvero beim Schreiben und beim Versenden zusätzliche Regeln ein. Diese Seite sagt, welche — und wo die Grenze liegt.

Was der Modus nicht kann

E-Mail-Werbung an Firmen, die nicht vorher zugestimmt haben, ist in Deutschland nach § 7 UWG angreifbar. Das gilt unabhängig davon, wie gut eine Mail geschrieben ist. Kein Schalter und kein Werkzeug ändert daran etwas, und wer dir etwas anderes verspricht, verkauft dir ein Risiko mit.

Ob du jemanden anschreiben darfst, entscheidest du. Die Mail geht aus deinem eigenen Postfach, und die Verantwortung dafür liegt bei dir — so steht es auch in § 11 unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Der Modus schließt die anderen Angriffsflächen, die zusätzlich entstehen können. Das ist weniger, als „rechtssicher“ klingen würde, und mehr als nichts.

Was er tut

Beim Schreiben. Die Mail folgt einem anderen Aufbau als sonst: ein belegter Anlass, der Bezug dazu, was ihr tut, eine einzige Frage. Kein Erfolgsversprechen, keine Prozentzahlen über die eigene Wirkung, keine Referenzkunden, kein Lockangebot, keine Frist und keine Dringlichkeit. Und vor allem keine erfundene Vorbeziehung — kein „wie besprochen“, wenn es kein Gespräch gab.

Persönliche Rechercheprofile zu einzelnen Ansprechpartnern fließen in diesem Modus nicht in den Text ein. Was wir intern noch abwägen, gehört nicht in eine Mail an die betroffene Person.

Beim Prüfen. Bevor du freigibst, liest Onvero den fertigen Entwurf noch einmal gegen. Findet sich eine der Formulierungen, die nicht rausgehen sollen, steht sie als Hinweis über dem Entwurf und die Freigabe bleibt gesperrt, bis du sie geändert hast. Onvero korrigiert nichts still: du sollst sehen, woran es lag.

Beim Senden. Blockiert werden:

  • Mails ohne vollständige Absenderkennung im Fuß (Name, Firma mit Rechtsform, Anschrift, Telefon, Antwortadresse). Fehlt etwas, sagt die Meldung, was.
  • Private Adressen als Empfänger (zum Beispiel GMX, Web.de, Gmail). Dahinter sitzt im Zweifel eine Privatperson, und dort gelten strengere Maßstäbe.
  • Jede Form von Zählpixel oder umgeschriebenen Links, auch beim Nachfassen.

Beim Nachfassen. Follow-ups werden nicht vorgeplant. Jede weitere Mail ist ein eigener Werbe-Kontakt, und die Menge ist der Hebel, an dem das Risiko hängt. Von Hand nachfassen kannst du jederzeit — die Entscheidung liegt dann bei dir und nicht bei einer Automatik.

Was unter jeder Mail steht

Im Vorsichtsmodus trägt der Fuß deiner Mails:

  • deinen Namen, deine Rolle, Firma, Anschrift, Telefon und Antwortadresse,
  • einen Satz dazu, woher die Adresse stammt, mit Verweis auf unsere Seite zur Datenherkunft,
  • zwei Wege, weitere Nachrichten abzulehnen: eine kurze Antwort mit „Nein“ und den Abmeldelink.

Den fertigen Fuß siehst du vor der Freigabe unter dem Entwurf.

Abmeldelink und Herkunftshinweis stehen immer unter jeder Mail, auch ohne diesen Modus. Sie sind Pflicht und hängen an keinem Schalter.

Was du noch tun kannst

Der sicherste Weg ist, gar nicht kalt zu mailen. Beim Telefon gelten im geschäftlichen Bereich mildere Maßstäbe. Ruf zuerst an, hol dir das Einverständnis und fass danach per E-Mail nach — dann steht die Ansprache auf einem anderen Fundament als jede noch so vorsichtige Kaltmail.